Stanislav Marek

15. November 1903, Dudlewitz/Pilsen (Doudlevce) – 20. Oktober 1944
Der aus Böhmen stammende Tischler Stanislav Marek kommt 1939 als „Zivil­arbeiter” nach Deutsch­land und arbeitet unter anderem im Straßenbau. 1942 kommt er nach Berlin, wo er als Tischler tätig ist.
Anfang 1944 ist er Teil einer Gruppe von Tschechen, die von Januar bis Mai 1944 zahlreiche nächt­liche Einbrüche insbesondere in Lebensmit­telgeschäften verübt und die gestohlenen Lebensmittel zu hohen Preisen weiterver­äußert.
Am 30. September 1944 verurteilt das Sonderge­richt II bei dem Landgericht Berlin ihn auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn er­lassenen „Volksschädlingsver­ordnung” wegen „fortgesetzten Kriegswirtschafts­verbrechen zugleich mit schwerem Diebstahl” zusammen mit sechs weiteren Angeklagten zum Tode. Alle sieben Männer werden am 20. Oktober 1944 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anordnung zur Vollstreckung der Todesstrafe gegen Stanislav Marek und andere vom 12. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1752

Übersetzung des Abschiedsbriefs von Stanislav Marek an seine Angehörigen vom 14. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1752/14

Mitteilung über die Hinrichtung von Stanislav Marek, 20. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1752

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