Vojtěch Marek

11. Oktober 1899, Repechy – 14. Dezember 1942
Vojtěch Marek erlernt nach dem Besuch der Volks­schule das Müllerei­gewerbe. Er absolviert seinen Militär­dienst im öster­reichisch-unga­rischen Heer und 1922/23 in der Tsche­choslowa­kischen Armee, anschließend arbeitet er als Müller­gehilfe und im Straßen­bau. 1927 heiratet er, aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor. Seit 1918 ist er Mit­glied der Tschecho­slowa­kischen Natio­nal-Sozialen Partei (ČSS), die sich ab 1926 Sozialis­tische Partei nennt – der Partei von Edvard Beneš –, und engagiert sich im Ver­band der Klein­häusler.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht und Errichtung des „Protek­torats Böh­men und Mähren” im März 1939 schließt er sich der nationa­len Wider­stands­bewegung an und beherbergt mehrere Male einen sowjetischen Fall­schirm­springer der KPČ sowie dessen Mitar­beiter in seiner Wohnung. Zudem ermöglicht er Funktionären, sich zu treffen, indem er für Brief­wechsel seinen Bekannten Mikuláš Fiala als Kurier heranzieht.
Er wird Anfang Januar 1942 festge­nommen. Der „Volks­gerichtshof” verurteilt ihn am 5. Juni 1942 zusammen mit Mikuláš Fiala wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und Feindbe­günstigung” zum Tode. Beide Männer werden am 14. Dezember 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Vojtěch Marek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Vojtěch Marek und andere vom 2. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/12634

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vojtěch Marek und andere vom 5. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/12634

Sterbeurkunde von Vojtěch Marek vom 15. Dezember 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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