Ludwig Maringer

2. Juni 1867, Roermond – 4. Oktober 1938
Der Sohn eines Kunsthändlers und Bildhauers wächst im niederländischen Roermond auf und besucht die Kunst­gewerbeschule und die Kunst­akademie in Düsseldorf, anschließend ist er als als Bildhauer und Antiquitäten­händler im Geschäft seines Vaters sowie in Antwerpen und Großbritannien tätig, später lebt er im Rheinland.
Bereits während des Ersten Weltkriegs arbeitet Ludwig Maringer für die deutsche Abwehr als auch für den französischen Geheimdienst. In den 1920er Jahren hält er Kontakt zur Abwehrstelle Köln und führt ihr mehrere V-Männer zu. Von März bis Ende Juli 1937 beschafft Ludwig Maringer in Düsseldorf von einem Angestellten der Rheinmetall-Werke Zeichnungen von Geschützteilen, von denen er eine dem französischen Nachrichtendienst zukommen lässt. Zudem versucht er in Berlin einen früheren deutschen Offizier für den französischen Nachrichtendienst zu gewinnen.
Er wird deshalb am 27. Juli 1937 festgenommen und vom „Volksgerichtshof” am 24. Juni 1938 wegen „Landesver­rats” zum Tode verurteilt. Ludwig Maringer wird am 4. Oktober 1938 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Ludwig Maringer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Ludwig Maringer vom 2. Februar 1938

Bundesarchiv R 3017/27669

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Ludwig Maringer vom 24. Juni 1938

Bundesarchiv R 3017/96

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