Rudolf Graf von Marogna-Redwitz
1935 wird er unter Wilhelm Canaris in die Wehrmacht übernommen und kommt 1938 als Leiter der Abwehrstelle nach Wien. Auf diesem Posten setzt er sich für verfolgte Gegner des Nationalsozialismus ein. Nach der Entfernung von Admiral Canaris aus dem Dienst wird Marogna-Redwitz im Frühjahr 1944 von Friedrich Olbricht für Aufgaben im Oberkommando des Heeres in Berlin angefordert. Den Verschwörern stellt er sich als Verbindungsoffizier für den Wehrkreis XVII (Wien) zur Verfügung.
Am 20. Juli 1944 gelingt es ihm in Wien zwar, Verbindung mit den politischen Beauftragten Karl Seitz und Josef Reither aufzunehmen. Wenig später wird Marogna-Redwitz jedoch von der Gestapo festgenommen. Er wird zunächst in Wien und später in Berlin-Tegel inhaftiert. Am 12. Oktober 1944 verurteilt der „Volksgerichtshof” Rudolf Graf von Marogna-Redwitz zum Tode. Er wird am selben Tag in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Politische Beauftragte und Verbindungsoffiziere der Verschwörer in den einzelnen Wehrkreisen, 24. Juli 1944
Bundesarchiv NS 6/4
Liste der nach den Sitzungen des „Ehrenhofs des Heeres” aus der Wehrmacht Ausgestoßenen, 16. September 1944
Bundesarchiv Militärarchiv
Rudolf Graf von Marogna-Redwitz in der Anklagebank des „Volksgerichtshofs”, 12. Oktober 1944
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Sterbeurkunde von Rudolf Graf von Marogna-Redwitz vom 14. Oktober 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung














