Maurice Martina

15. Oktober 1917, St.-Denis/Seine – 8. September 1943
Maurice Martina

Gestapoaufnahme von Maurice Martina

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2872

Der französische Elektriker Maurice Martina kommt im Januar 1942 erstmals als „Zivilarbeiter” nach Deutsch­land. Ab September 1942 arbeitet er für drei Monate bei der Firma Tobis in Berlin-Johannisthal. Am 10. April 1943 wird er festgenommen.
Martina wird mit 26 anderen Zwangsar­beiterinnen und Zwangsarbeitern vor dem Sondergericht Berlin angeklagt. Den mehrheitlich französischen Ange­klagten werden insgesamt 43 Geschäftseinbrüche zwi­schen Anfang Februar und Mitte März 1943 in ganz Berlin zur Last gelegt.
Das Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin ver­urteilt am 23. August 1943 insgesamt 16 der Angeklagten zum Tode, darunter auch Maurice Martina. Die übrigen Angeklagten werden zu mehrjähri­gen Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt.
Maurice Martina wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Maurice Martina

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2872

Sterbeurkunde von Maurice Martina vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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