Vojtěch Mašek
Bereits 1937 betätigt er sich in einer kommunistischen Betriebszelle des Elektrizitätswerks Prag-Pankratz als Kassierer und hält auch nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und dem Verbot der Tschechoslowakischen Kommunistischen Partei (KPČ) mit kommunistischen Kreisen weiter Kontakt. Im Herbst 1941 schließt er sich der 1940 ins Leben gerufenen illegalen Straßenbahnerorganisation unter Jaroslav Pospíšil an und wirkt als Verbindungsmann. Im Juni 1942 zählt die aus mehreren Betriebszellen bestehende Straßenbahnerorganisation 149 Mitglieder sowie etwa 400 Sympathisanten.
Vojtěch Mašek wird am 26. Juli 1942 festgenommen und am 3. Juni 1943 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Jaroslav Pospíšil, Václav Jiskra, Karel Popelka, Emil Uher und Josef Žerovnický wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle sechs Männer werden in der Nacht vom 7. auf den 8. September während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Organigramm der Betriebszellen der Straßenbahner und Autobusschaffner der illegalen KPČ in Prag, um 1942
Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Jaroslav Pospíšil und andere vom 3. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. I
Sterbeurkunde von Vojtěch Mašek vom 11. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Mitteilung zur Vollstreckung des Urteils gegen Vojtěch Mašek und weitere Personen an das Reichsjustizministerium, 14. September 1943
Bundesarchiv R 3001/147425
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019
































