Vojtěch Mašek

22. April 1887, Prag – 8. September 1943
Vojtěch Mašek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Vojtěch Mašek, 1942 

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Der Sohn eines Straßenbahners erlernt nach der Volks- und Bürgerschule den Beruf eines kaufmännischen An­gestellten und ist anschließend in verschiedenen Firmen tätig. Von 1912 bis 1937 arbeitet er bei den Prager Stadt­werken als Straßenbahnschaffner.
Bereits 1937 betätigt er sich in einer kommunis­tischen Betriebs­zelle des Elektrizitätswerks Prag-Pankratz als Kassierer und hält auch nach der Besetzung der böhmi­schen Länder durch die Wehrmacht und dem Verbot der Tschechoslowakischen Kommunistischen Partei (KPČ) mit kommunistischen Kreisen weiter Kontakt. Im Herbst 1941 schließt er sich der 1940 ins Leben gerufen­en ille­galen Straßenbahnerorganisation unter Jaroslav Pospíšil an und wirkt als Verbindungsmann. Im Juni 1942 zählt die aus mehreren Betriebszellen bestehende Straßen­bahnerorganisation 149 Mit­glieder sowie etwa 400 Sympathisanten.
Vojtěch Mašek wird am 26. Juli 1942 festgenommen und am 3. Juni 1943 vom „Volksgerichts­hof” zusammen mit Jaroslav Pospíšil, Václav Jiskra, Karel Popelka, Emil Uher und Josef Žerovnický wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Alle sechs Männer werden in der Nacht vom 7. auf den 8. September während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Organigramm der Betriebszellen der Straßenbahner und Autobusschaffner der illegalen KPČ in Prag, um 1942

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. II

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Jaroslav Pospíšil und andere vom 3. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/13804, Bd. I

Sterbeurkunde von Vojtěch Mašek vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Mitteilung zur Vollstreckung des Urteils gegen Vojtěch Mašek und weitere Personen an das Reichsjustizmi­nisterium, 14. September 1943

Bundesarchiv R 3001/147425

Bericht über die vom 7. bis 10. Sep­tember 1943 im Strafgefängnis Plöt­zensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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