Maurice Masson

5. November 1922, Rambervillers – 26. Januar 1943
Maurice Masson

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Maurice Masson, Juli 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II Nr. 6622

Der Franzose Maurice Masson besucht bis zum 15. Lebensjahr die Volks­schule. Anschließend beginnt er eine Lehre zum Bäcker, muss diese jedoch 1940 abbrechen.
Ein Jahr später geht er am 5. Juni 1941 als französischer „Zivil­arbeiter“ nach Berlin, wo er zunächst für sechs Monate als Mecha­niker arbeitet. Dann findet er eine Anstel­lung als Bäcker in Berlin-Mitte. Nach dem Vorwurf, eine Uhr gestohlen zu haben, wird Masson entlassen und kommt für vier Wochen in Polizei­haft. Ab März 1942 arbeitet Masson als Küchen­gehilfe im Gastro­nomie­betrieb Aschinger. Zwei Monate später muss er für vier Wochen ins Kranken­haus und gibt kurz nach seiner Entlassung im Juni 1942 seine Arbeit auf.
Gemeinsam mit dem Franzosen Jean Lacmant überfällt er am 26. Juni 1942 einen anderen Zwangs­arbeiter. Kurz darauf werden Masson und Lacmant in Trebbin fest­genommen. Ihnen gelingt die Flucht aus dem Polizei­gefängnis, jedoch werden sie am 6. Juli 1942 erneut verhaftet. Das Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin verurteilt Lacmant und Masson am 14. November 1942 zum Tode.
Der 20-jährige Maurice Masson wird am 26. Januar 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Maurice Masson

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Maurice Masson, 27. Januar 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II Nr. 6622

Sterbeurkunde von Maurice Gabriel Masson vom 27. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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