Josef Mastník

29. Januar 1892, Alschowitz (Alšovice) – 4. Mai 1943
Josef Mastník

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Mastník, 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-289-12

Josef Mastník wird am 29. Januar 1892 in Alschowitz geboren und tritt während des Ersten Weltkriegs in ita­lienischer Kriegs­gefangenschaft in die Tschechoslowa­kischen Legionen ein. Nach Kriegsende wird er in die tsche­choslo­wakische Polizei übernommen und ist dort zuletzt als Stabs­wachtmeister tätig.
Er erhält Mitte 1940 die gegen die deutsche Besatzung gerichtete Zeitschrift „V boj” („In den Kampf”), der bedeu­tendsten illegalen Zeitschrift des nicht­kom­mu­nistischen Widerstands im „Protektorat Böhmen und Mähren”, die von tschecho­slowakischen Widerstands­kreisen heraus­gegeben wird. In der Folgezeit ist er an der Verbreitung weiterer Ausgaben der Flugschrift beteiligt, bis er im August 1940 fest­genom­men wird.
Josef Mastník wird vom „Volks­gerichtshof“ am 9. De­zem­ber 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat“ zum Tode verurteilt und am 4. Mai 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Mastník vom 9. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-289-2

Protokoll der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Mastník vom 4. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-289-8

Fernschreiben des Oberreichsanwalts zur Vollstreckung des Urteils gegen Josef Mastník und weitere Personen vom 7. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-289-8

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Mastník, Jaroslav Macík und Stanislav Mácak vom 4. Mai 1943

Privatbesitz

Sterbeurkunde von Josef Mastník vom 5. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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