Hermann Masur

15. Januar 1898, Berlin – 4. Januar 1940
Hermann Masur kommt aus einer Berliner Familie jüdischer Her­kunft, arbeitet als Händler und lebt im Arbei­ter­bezirk Prenz­lauer Berg. 1939 werden ihm sexuelle Bezie­hungen mit Männern zur Last gelegt und er des Ver­stoßes gegen § 175 beschul­digt. Am 8. August 1939 wird Hermann Masur vom Unter­suchungs­gefängnis Moabit in das Strafge­fängnis Plötzen­see über­führt.
Da er auf der Gefangenen­karte als „Unter­suchungs­häftling” bezeichnet wird, steht die Verhand­lung vor dem Sonder­gericht bei dem Land­gericht Berlin Anfang 1940 wahr­scheinlich noch bevor; ein Todesurteil ist wahrscheinlich.
Hermann Masur begeht am 4. Januar 1940 in Plötzen­see Suizid.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hermann Masur

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Hermann Masur vom 5. Januar 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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