Josef Matějka

9. Februar 1894, Nieder-Jiran (Dolní Jirčany) – 23. März 1943
Josef Matějka

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Matějka, 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-220-13

Josef Matějka wird am 9. Februar 1894 in Nieder-Jiran geboren und gerät 1915 als Angehö­riger der österrei­chisch-unga­rischen Armee in russische Kriegs­gefangen­schaft, während der er 1917 in die Tschecho­slowakische Legion eintritt. Nach Kriegs­ende bleibt er im tschecho­slowa­kischen Heeres­dienst und dient bei der Errich­tung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 als Major im Infanterie­regiment Nr. 18, bevor er entlassen wird.
Im Mai 1939 wird Matějka für das Kreis­kommando Pilsen der Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) an­geworben. Die Organi­sation tschecho­slowakischer Offi­ziere, die sich nach der Errich­tung des „Protek­torats” ge­bildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein ge­heimes Heer aufzu­bauen. Seine Aufgabe im Kreiskom­mando ist die Vorbe­reitung und Durch­führung von Sabo­tage­aktionen und die Bestrafung „abtrünniger und unzu­ver­lässiger Tschechen”, deren Namen er an andere Ange­hörige der ON weitergibt.
Nach seiner Fest­nahme am 27. Februar 1940 wird Josef Matějka am 29. Oktober 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” zusammen mit weiteren Ange­klagten we­gen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” und „Feind­begünsti­gung” zum Tode verurteilt. Alle dreizehn zum Tode Ver­urteilten werden am 23. März 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Matějka

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Haftbefehl des Ermittlungsrichters beim „Volksgerichtshof” für Josef Matějka vom 21. November 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-220-13

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Matějka und weitere Angeklagte vom 29. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-220-2

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Matějka und weitere Personen vom 23. März 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 41-221-17

Sterbeurkunde von Josef Matějka vom 24. März 1943

Archiv der Masaryk-Universität Brno

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