Josef Matějka


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Matějka, 1940
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-220-13
Im Mai 1939 wird Matějka für das Kreiskommando Pilsen der Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) an­geworben. Die Organisation tschechoslowakischer Offi­ziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats” ge­bildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein ge­heimes Heer aufzubauen. Seine Aufgabe im Kreiskom­mando ist die Vorbereitung und Durchführung von Sabo­tageaktionen und die Bestrafung „abtrünniger und unzu­verlässiger Tschechen”, deren Namen er an andere Ange­hörige der ON weitergibt.
Nach seiner Festnahme am 27. Februar 1940 wird Josef Matějka am 29. Oktober 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” zusammen mit weiteren Angeklagten we­gen „Vorbereitung zum Hochverrat” und „Feindbegünsti­gung” zum Tode verurteilt. Alle dreizehn zum Tode Ver­urteilten werden am 23. März 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Josef Matějka
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Haftbefehl des Ermittlungsrichters beim „Volksgerichtshof” für Josef Matějka vom 21. November 1940
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-220-13
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Matějka und weitere Angeklagte vom 29. Oktober 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-220-2
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Matějka und weitere Personen vom 23. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 41-221-17
Sterbeurkunde von Josef Matějka vom 24. März 1943
Archiv der Masaryk-Universität Brno



































