Stephan Mathar

31. Januar 1898, Reydt – 28. Mai 1943
Stephan Mathar

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Stephan Mathar, 1942

Bundesarchiv R 3017/20061

Stephan Mathar betreibt in seiner Geburts­stadt Reydt eine kleine Fabrik zur Herstellung von Schuh­creme und Bohner­wachs. Zwischen 1924 und 1928 gehört er der KPD an. 1932 siedelt Mathar in die Nieder­lande über, wo er seinen Betrieb weiterführt. 1935 wird er aus den Nieder­landen ausgewiesen, lebt mit seiner Frau Elsa kurze Zeit in Wilden­rath/Kreis Erkelenz, bevor er noch im selben Jahr nach Belgien emigriert, um sich einer Strafe wegen Devisen­vergehen zu entziehen.
In Verviers lernt er 1939 Ruth Oesterreich kennen. Gemeinsam organisieren sie den Transport anti­faschistischer Druck­schriften nach Deutschland. Mathar bemüht sich außerdem, militärische Nach­richten und Stimmungs­berichte aus Deutschland zu sammeln.
Im Mai 1940 wird Stephan Mathar von der belgischen Polizei festge­nommen und in das franzö­sische Inter­nierungs­lager St. Cyprien gebracht. Nach seiner Entlassung arbeitet er bis zu seiner Fest­nahme am 30. März 1943 in einer Fabrik in Eupen.
Stephan Mathar wird am 18. Februar 1943 vom 1. Senat des „Volks­gerichthofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat, „Wehrkraft­zersetzung und Feindbe­güns­tigung” zum Tode verurteilt.
Er wird am 28. Mai 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Stephan Mathar

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Ruth Oesterreich und Stephan Mathar, 18. Februar 1943

Bundesarchiv R 3018/17202

Ablehnung eines Gnadenerweises für Stephan Mathar und Ruth Österreich, 21. Mai 1941

Bundesarchiv R 3017/20060

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Stephan Mathar, 28. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/20061

Mitteilung über die Hinrichtung von Stephan Mathar, 28. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/20061

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