Paul Matischek

3. März 1910, Ober Pritschen (Przyczyna Górna) – 24. Juli 1937
Paul Matischek wächst als Sohn eines Fuhr­unter­nehmers in Ober­schlesien auf, erlernt nach der Volks­schule das Maurer­handwerk und arbeitet anschließend mit Unter­brechungen als Maurer in Bauunter­nehmen in Glogau und Frau­stadt. Von April bis Ende Septem­ber 1935 leistet er seinen Arbeits­dienst.
Im Oktober 1935 wird er zusammen mit seinem Bekannten Josef Michnia beim Pilze sammeln an der deutsch-polni­schen Grenze von einem Grenz­beamten für den polnischen Nach­richtendienst ange­worben. In den folgenden Wochen sammeln beide gegen Bezahlung Infor­mationen unter anderem über Befes­tigungs­anlagen an der Oder.
Paul Matischek wird am 21. Dezember 1935 festge­nommen, am 17. Februar 1937 vom 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs” zusammen mit Josef Michnia wegen „eines Unter­nehmens des Landes­verrats” zum Tode verur­teilt und am 24. Juli 1937 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Matischek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Michnia und Paul Matischek vom 17. Februar 1937

Bundesarchiv R 3018/984

Bekanntmachung der Hinrichtung von Josef Michnia und Paul Matischek

Bundesarchiv R 3018/984

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