Bohumil Matoušek

25. Juni 1896, Dobrowa (Doubrava) – 20. Mai 1943
Bohumil Matoušek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Bohumil Matoušek, 1940

Bundesarchiv R 3017/12712

Der Sohn eines Zimmermanns ist seit 1928 als Versiche­rungsdirigent für die Bezirke Jungbunzlau und Weiss­wasser tätig. Von 1915 bis 1918 leistet er seinen Militär­dienst bei der öster­reichisch-ungarischen Armee und nimmt am Ersten Welt­krieg teil, nach seiner Rückkehr dient er bei der Tschecho­slowa­kischen Armee. Er gehört der Turner­organisation Sokol und der Volkssozialisti­schen Partei (ČSNS) an.
Während einer Geschäftsreise lernt Bohumil Matoušek im Spätsommer 1939 den Major a. D. Fryml kennen, den Leiter der Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nati­on) im Kreis Jungbunzlau, der ihn für die Mitarbeit gewinnt. Die nach der Besetzung der böhmischen Länder enstandene geheime Militär­organisation sucht eine Geheim­armee aufzubauen mit dem Ziel der Wieder­errichtung der tsche­choslowakischen Republik. Er wirkt als Nachrichten­offizier des Kreis­kommandos, wirbt wei­tere Mitarbeiter und spendet einmalig eine größere Summe.
Bohumil Matoušek wird am 17. Juni 1940 festge­nommen und am 6. März 1943 vom „Volks­gerichtshof” zusammen mit dem Stabs­kapitän a. D. Stanislav Ullrich wegen „Vor­bereitung zum Hochver­rat und landes­verräterischer Feind­begünstigung” zum Tode verurteilt. Beide Männer werden am 20. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Haftbefehl gegen Bohumil Matoušek vom 6. Mai 1941

Bundesarchiv R 3017/12712

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Bohumil Matoušek und andere vom 6. März 1943

Bundesarchiv R 3017/12712

Ablehnung des Gnadenerweises gegenüber Bohumil Matoušek durch die Gestapo Prag vom 17. März 1943

Bundesarchiv R 3017/12712

Niederschrift der Vollstreckung des Todesurteils gegen Bohumil Matoušek vom 20. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/12712

Sterbeurkunde von Bohumil Matoušek vom 21. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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