Michael Graf von Matuschka

29. September 1888, Schweidnitz – 14. September 1944
Michael Graf von Matuschka

Michael Graf von Matuschka

Privatbesitz

Michael Graf von Matuschka studiert Jura, wird in Breslau 1910 zum Dr. jur. promoviert und nimmt als Husarenoffi­zier am Ersten Weltkrieg teil. Nach seinem juristischen Assessorexamen arbeitet er seit 1919 in Oberschlesien in der Kommunalverwaltung und setzt sich intensiv mit dem deutsch-polnischen Verhältnis auseinander. Im Mai 1923 wird er zum Landrat von Oppeln ernannt.
Er verfolgt ähnliche politische Ziele wie sein Amtskollege Hans Lukaschek und sein Studienfreund Paulus van Husen, die später beide dem Kreisauer Kreis angehören. Im Jahr 1932 kandidiert Graf von Matuschka bei den Reichstagswahlen erfolgreich für die Zentrums­partei.
Im Mai 1933 wird er aus politischen Gründen seines Amtes enthoben. In den folgenden Jahren ist er in der Berliner und Breslauer Kommunalverwaltung tätig und wird 1942 Leiter des Landeswirtschaftsamts im annek­tierten Kattowitz.
In Breslau hat Graf von Matuschka engen Kontakt zu dem schlesischen Vize-Regierungspräsidenten Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg, der ihn nach einem gelungen­en Umsturz für das Amt eines Regierungs­präsidenten in Schlesien vorsieht.
Nach dem 20. Juli 1944 wird Graf von Matuschka fest­genommen, am 14. September 1944 vom „Volks­ge­richts­hof” zum Tode verurteilt und am selben Tag in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Michael Graf von Matuschka vor dem „Volksgerichtshof”, 14. September 1944

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Nikolaus Graf von Üxküll-Gyllenband, Heinrich Graf zu Dohna, Hermann Wehrle und Michael Graf von Matuschka, 13. September 1944

Bundesarchiv R 3018/1094

Sterbeurkunde von Michael Graf von Matuschka vom 16. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück