Michael Graf von Matuschka
Er verfolgt ähnliche politische Ziele wie sein Amtskollege Hans Lukaschek und sein Studienfreund Paulus van Husen, die später beide dem Kreisauer Kreis angehören. Im Jahr 1932 kandidiert Graf von Matuschka bei den Reichstagswahlen erfolgreich für die Zentrumspartei.
Im Mai 1933 wird er aus politischen Gründen seines Amtes enthoben. In den folgenden Jahren ist er in der Berliner und Breslauer Kommunalverwaltung tätig und wird 1942 Leiter des Landeswirtschaftsamts im annektierten Kattowitz.
In Breslau hat Graf von Matuschka engen Kontakt zu dem schlesischen Vize-Regierungspräsidenten Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg, der ihn nach einem gelungenen Umsturz für das Amt eines Regierungspräsidenten in Schlesien vorsieht.
Nach dem 20. Juli 1944 wird Graf von Matuschka festgenommen, am 14. September 1944 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am selben Tag in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Michael Graf von Matuschka vor dem „Volksgerichtshof”, 14. September 1944
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Nikolaus Graf von Üxküll-Gyllenband, Heinrich Graf zu Dohna, Hermann Wehrle und Michael Graf von Matuschka, 13. September 1944
Bundesarchiv R 3018/1094
Sterbeurkunde von Michael Graf von Matuschka vom 16. September 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















