Alois Matyáš
Matyáš wird im Frühjahr 1941 von einem Kollegen für die seit 1938 verbotene Kommunistische Partei der Tschecho­slowakei (Komunistická strana Československa, kurz: KSČ) geworben. Er wirbt seinerseits zehn weitere Kolle­gen an, sammelt Mitgliedsbeiträge zur Unterstützung von Angehörigen politischer Häftlinge, erhält verbotene Druck­schriften und trifft sich mehrmals mit anderen Funktionären.
Ende August 1942 wird er vorläufig festgenommen und vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 21. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verur­teilt. Alois Matyáš wird am 9. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Alois Matyáš vom 29. Mai 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Alois Matyáš vom 21. Juni 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355
Gnadengesuch von Anna Matyáš für ihren Mann Alois vom 16. Juli 1943
Bundesarchiv R 3017/12707
Anordnung des Reichsministeriums der Justiz zur Vollstreckung der Todes­strafe gegen Alois Matyáš vom 9. September 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019


























