Alois Matyáš

6. Januar 1904, Wien – 9. September 1943
Alois Matyáš

Erkennungsdienstliches Foto von Alois Matyáš, 1942

Bundesarchiv R 3017/12707

Alois Matyáš wird am 6. Januar 1904 in Wien geboren, ist zwischen 1928 und 1938 Mitglied der Tschechoslowa­ki­schen Sozialdemokratischen Partei (SPČ) und gehört zwischen 1927 und 1935 dem Gewerkschaftsverband der Kraftfahrer an. Er arbeitet als Autobusschaffner in Prag.
Matyáš wird im Frühjahr 1941 von einem Kollegen für die seit 1938 verbotene Kommunistische Partei der Tsche­cho­slowakei (Komunistická strana Českoslo­venska, kurz: KSČ) geworben. Er wirbt seinerseits zehn weitere Kolle­gen an, sammelt Mitgliedsbeiträge zur Unter­stützung von Angehörigen politischer Häftlinge, erhält verbotene Druck­schriften und trifft sich mehrmals mit anderen Funktionären.
Ende August 1942 wird er vorläufig fest­genommen und vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” am 21. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verur­teilt. Alois Matyáš wird am 9. September 1943 während der soge­nannten Blutnächte im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Alois Matyáš vom 29. Mai 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Alois Matyáš vom 21. Juni 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355

Gnadengesuch von Anna Matyáš für ihren Mann Alois vom 16. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/12707

Anordnung des Reichsministeriums der Justiz zur Vollstreckung der Todes­strafe gegen Alois Matyáš vom 9. September 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355

Bericht über die vom 7. bis 10. Sep­tember 1943 im Strafgefängnis Plöt­zensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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