Jaroslav Matyáš
1942/43 begeht Jaroslav Matyáš am Berliner Stadtrand zusammen mit dem Schlosser Zdeněk Hájek zahlreiche „Stalleinbrüche”, bei denen sie eine große Anzahl von Kleintieren, vor allem Kaninchen, sowie Gläser mit Lebensmitteln aus Kellern stehlen.
Das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin verurteilt sie deshalb am 21. Juli 1943 aufgrund der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volksschädlingsverordnung” zum Tode. Anna Matyáš wird wegen „fortgesetzter Hehlerei an dem gestohlenen Fleisch” zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt.
Jaroslav Matyáš und Zdeněk Hájek werden am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Ablehnung des Gnadenerweises gegenüber Jaroslav Matyáš und Zdeněk Hájek durch den Reichsjustizminister vom 7. September 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3462/2
Sterbeurkunde von Jaroslav Matyáš vom 10. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019
An den Herrn Generalstaatsanwalt in Berlin.
Mein Mann, Jaroslav Matyas, geboren am 30.3.1914 in Alt-Bydzau wurde wegen Diebstahl am 21.7.1943 zum Tode verurteilt.
Da ich bisher ohne jegliche Nachricht über den Verbleib und Ergehen meines Mannes bin, bitte ich mich darüber zu benachrichtigen.
Matyas.
Gesuch von Anna Matyáš aus dem Frauenstrafgefängnis Leipzig-Kleinmeusdorf um Mitteilung über Verbleib ihres Ehemanns Jaroslav, 15. Oktober 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3462/2














