Florian Mazur

14. September 1908, Wapno – 8. Oktober 1942
Florian Mazur arbeitet nach dem Besuch der polnischen Schule in einem Gips­werk. Nach dem deut­schen Überfall auf Polen wird das Werk von den deutschen Solvay­werken über­nommen.
Im Oktober 1940 werden Florian Mazur, Mieczysław Kubisz und Alois Nowakowski zusammen mit anderen polnischen Zwangs­arbeitern nach Buchenau in Thürin­gen zur Soda­fabrik der Solvay­werke gebracht. Die drei Männer verlassen im August 1941 ihre Arbeits­stelle, fahren mit dem Zug nach Feld­kirch und über­schreiten die Grenze in die Schweiz. Ein Schweizer Grenz­beamter hält sie auf und über­gibt sie an einen deutschen Kollegen.
Den Ange­klagten wird vorge­worfen, dass sie sich der „polni­schen Legion” in der Schweiz anschlie­ßen wollten. Sie werden vom „Volks­gerichts­hof” am 12. August 1942 wegen „Schä­digung des Wohls des Deutschen Volkes und landesver­räte­rischer Feind­begüns­tigung sowie Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt.
Florian Mazur wird am 8. Oktober 1942 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Florian Mazur

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Florian Mazur, Mieczysław Kubisz und Alois Nowakowski vom 9. März 1942

Bundesarchiv R 3017/12759

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Florian Mazur, Mieczysław Kubisz und Alois Nowakowski vom 12. August 1942

Bundesarchiv R 3017/12759

Sterbeurkunde von Florian Mazur vom 9. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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