Vítězslav Mečíř
Im Frühsommer 1939 wird der Apotheker von einem langjährigen Bekannten aus dem Militär für die Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) angeworben. Die Organisation tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats” im Frühjahr 1939 gebildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen.
Mečíř bekommt den Auftrag, den Aufbau und die Leitung des Sanitätswesens für den Bereich des Landeskomman­dos Mähren der ON zu übernehmen. Für die Bereiche der fünf mährischen Kreiskommandos soll er das erfor­derliche Personal für eine Sanitätsgruppe anwer­ben und Sanitätsmaterial für den Einsatzfall beschaffen. Im Sommer 1939 wirbt er meh­rere ihm bekannte Ärzte an, unter anderem auch Jan Vignati, den leitenden Arzt im Kreiskrankenhaus von Ungarisch-Hradisch.
Vítězslav Mečíř wird zusammen mit Jan Vignati am 1. März 1940 festgenommen und vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 18. November 1941 wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Beide Männer werden am 26. August 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Vítězslav Mečíř
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Vítězslav Mečíř und Jan Vignati vom 15. Oktober 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-228-19
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vítězslav Mečíř und Jan Vignati vom 18. November 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-228-19
Bekanntmachung der Vollstreckung der Todesurteile gegen Vítězslav Mečíř und Jan Vignati vom 26. August 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-228-19
Sterbeurkunde von Vítězslav Mečíř vom 26. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




































































