Myndert Meeuwissen

28. Dezember 1909, Sassenheim – 13. August 1940
Der Niederländer Myndert Meeuwissen beginnt nach einer Bäckerlehre 13-jährig auf einem Schiff als Kochjunge zu arbeiten und arbeitet sich bis zu seinem 24. Lebensjahr zum Steward hoch. Wegen schlechter Wirtschafts­lage ist er anschließend in Den Haag, Scheveningen und Zantvoort als Kellner beschäftigt.
Im April 1939 macht er Bekanntschaft mit Joel Boas, der ihn für eine gegen Deutschland gerichtete geheim­dienstliche Tätigkeit rekrutiert. Finanziell unterstützt vom fran­zösischen Ge­heimdienst fährt Meeuwissen im Juni 1939 nach Deutsch­land, um Flugplätze auszuspähen und durch Gespräche mit Menschen herauszufinden, ob sich dort Flakgeschütze befinden. In Oldenburg gibt ihm ein Kauf­mann Informationen, die Meeuwissen in einem Brief an eine Deckadresse schickt. Dieser Brief wird abgefan­gen und Myndert Meeuwissen am 18. Juni 1939 in Hamburg festgenom­men.
Der 4. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt ihn am 23. Mai 1940 wegen „Landesverrats” zum Tode.
Am 13. August 1940 wird Myndert Meeuwissen im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Myndert Meeuwissen

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Myndert Meeuwissen vom 27. Januar 1940

Bundesarchiv R 3017/12774

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Myndert Meeuwissen vom 23. Mai 1940

Bundesarchiv R 3017/12774

Sterbeurkunde von Myndert Meeuwissen vom 13. August 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück