Joachim Meichßner
Er ist ein enger Mitarbeiter von General Friedrich Olbricht, der ihn bald in die militärische Verschwörung einbezieht. Nach einem Einsatz an der Ostfront bekommt Oberst i.G. Meichßner 1943 als Chef der Organisationsabteilung im Wehrmachtführungsstab Zugang zu Lagebesprechungen bei Hitler. Er lehnt jedoch die Ausführung eines Attentats ab. Meichßner erlebt die Ereignisse des 20. Juli 1944 in seiner Dienststelle in Potsdam-Eiche und setzt sich unmittelbar danach für die Verhafteten ein.
Die Beteiligung am Umsturzversuch bleibt zunächst verborgen. Sein Vater, der Wittenberger Superintendent Maximilian Meichßner, wird bereits am 21. Juli 1944 von der Gestapo festgenommen, bei einer Hausdurchsuchung werden regimekritische Briefe seines Sohnes gefunden. Eine Woche später wird auch Joachim Meichßner verhaftet. Am 29. September 1944 wird er vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und noch am selben Tag in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Liste der nach den Sitzungen des „Ehrenhofs des Heeres” aus der Wehrmacht Ausgestoßenen, 16. September 1944
Bundesarchiv Militärarchiv
Sterbeurkunde von Joachim Meichßner vom 30. September 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung









