Wilhelm Meinl

16. August 1894, Josefstadt (Josefov) – 25. Juli 1941
Wilhelm Meinl kommt am 16. August 1894 in Josefstadt (Josefov) als Sohn eines österreichischen Offiziers zur Welt. Nach dem Besuch des Gymnasiums beginnt er auf der Artillerie-Kadettenschule zu Traiskirchen eine Offi­zierslaufbahn. Von 1914 bis 1918 nimmt er am Ersten Weltkrieg teil, wird mehrmals verwundet und ist gegen Kriegsende Krongutbewachungsoffizier in der Wiener Hofburg. Zeitweilig kämpft er auf Seiten der ukrainischen nationalen Armee gegen Polen und wird im Juni 1919 von der Tschechoslowakischen Armee interniert, die es ablehnt, Meinl in die nationalen Streitkräfte der Tsche­choslowakei aufzunehmen.
Bis 1938 ist er zeitweise selbstständig als Holzhändler sowie in einem Rechtsan­waltsbüro tätig. Meinl hat ab 1935 Verbindungen zum Nachrichtendienst der Tschechoslowakei und informiert diesen über Kontakte von sudetendeutschen Bürgern zur deutschen Abwehr.
Nach dem Münchner Abkommen und der Besetzung der Sudetengebiete im Herbst 1938 wird er denunziert und festgenommen. Am 28. April 1941 verurteilt ihn der 4. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Landesverrats” zum Tode. Wilhelm Meinl wird am 25. Juli 1941 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Wilhelm Meinl

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Wilhelm Meinl vom 28. April 1941

Bundesarchiv R 3017/12785

Sterbeurkunde von Wilhelm Meinl vom 25. Juli 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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