Karel Meissner

26. August 1901, Prag – 3. November 1942
Karel Meissner

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karel Meissner, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-8

Der Sohn eines Eisen­bahn­beamten tritt nach seinem Studium an der Tech­nischen Universität Prag in die Dienste der Tschecho­slowa­kischen Staats­bahnen. 1938 erfolgt die Versetzung in die Eisen­bahn­direktion. Er ist Mit­glied der Volks­sozialis­tischen Partei von Edvard Beneš (ČSNS) und der Turner­vereinigung Sokol.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht sagt Karel Meissner im Februar 1940 dem Eisen­bahn­inspektor Ctibor Träger, der der Militär­orga­nisation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) Informati­onen über deut­sche Truppen­­transporte im Protek­torat übermittelt, seine Mitarbeit zu. Er erstattet ihm in der Folgezeit mehrmals mündlich Bericht unter anderem über Öl- und Kohle­vorräte.
Am 11. Februar 1941 wird Karel Meissner festgenommen. Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt den Vater von zwei Kindern am 16. Juni 1942 wegen „Feind­be­günstigung, Verabredung zum Landes­verrat und Vor­be­reitung zum Hoch­verrat” mit Ctibor Träger sowie weiteren zehn An­geklagten zum Tode. Alle werden am 3. No­vember 1942 im Strafgefängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Meissner

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Ctibor Träger und andere vom 16. Juni 1942

Bundesarchiv R 3001/144639

Gnadengesuch von Karel Meissner vom 1. Juli 1942 mit Übersetzung

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-8

Bekanntmachung der Hinrichtung von Karel Meissner und anderen, plakatiert Ende 1942 in Prag und Pilsen

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-1

Sterbeurkunde von Karel Meissner vom 4. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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