Zdeněk Mejstřík
Am 15. März 1939 trifft er während des Einmarschs deutscher Truppen in Prag einen Bekannten, den Rechtsanwalt Dr. Jaroslav Cebe. Dieser arbeitet mit der sich formierenden zivilen Widerstandsgruppe Politické ústředí (PÚ – Politische Zentrale) zusammen und fordert ihn auf, Nachrichten zu beschaffen und über bestimmte Personen auf Grund der ihm zugänglichen Akten Auskunft zu geben.
Zdeněk Mejstřík sagt seine Mitarbeit zu und liefert die gewünschten Informationen. Unter anderem korrespondiert er auch mit einem früheren Richter, der sich nun in Frankreich aufhält, über die tschechoslowakische Widerstandsbewegung im In- und Ausland, und gibt auch diese Informationen an Cebe weiter.
Am 15. Juni 1940 wird er festgenommen. Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 10. September 1942 zusammen mit Vladimír Grégr wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Zdeněk Mejstřík wird am 22. Februar 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Zdeněk Mejstřík
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Zdeněk Mejstřík und andere vom 14. März 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-188-3
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Zdeněk Mejstřík und andere vom 10. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-188-4
Bekanntmachung der Hinrichtung von Zdeněk Mejstřík und Vladimír Grégr, plakatiert 1943 in Prag
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-188-12
Sterbeurkunde von Zdeněk Mejstřík vom 23. Februar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung






























































