Zdeněk Mejstřík

29. November 1900, Prag – 22. Februar 1943
Zdeněk Mejstřík studiert Rechts­wissen­schaften in Prag, promoviert zum Dr. jur. und übt danach das Richter­amt aus. 1934 tritt er zur Staats­anwalt­schaft über und ist zuletzt bei der Ober­staats­anwalt­schaft in Prag beschäf­tigt.
Am 15. März 1939 trifft er während des Einmarschs deut­scher Truppen in Prag einen Bekannten, den Rechtsan­walt Dr. Jaroslav Cebe. Dieser arbeitet mit der sich for­mierenden zivilen Wider­standsgrup­pe Politické ústředí (PÚ – Politische Zen­trale) zusammen und fordert ihn auf, Nach­richten zu beschaffen und über be­stimmte Perso­nen auf Grund der ihm zugänglichen Akten Aus­kunft zu geben.
Zdeněk Mejstřík sagt seine Mitarbeit zu und liefert die gewünsch­ten Informa­tionen. Unter anderem kor­respon­diert er auch mit einem früheren Richter, der sich nun in Frankreich aufhält, über die tschecho­slowakische Wider­stands­bewegung im In- und Ausland, und gibt auch die­se Informa­tionen an Cebe weiter.
Am 15. Juni 1940 wird er festge­nommen. Der „Volksge­richtshof” verurteilt ihn am 10. September 1942 zusam­men mit Vladimír Grégr wegen „landes­verräterischer Feindbe­günstigung und Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode. Zdeněk Mejstřík wird am 22. Februar 1943 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Zdeněk Mejstřík

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Zdeněk Mejstřík und andere vom 14. März 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-188-3

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Zdeněk Mejstřík und andere vom 10. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-188-4

Bekanntmachung der Hinrichtung von Zdeněk Mejstřík und Vladimír Grégr, plakatiert 1943 in Prag

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-188-12

Sterbeurkunde von Zdeněk Mejstřík vom 23. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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