Cyril Melichar

29. Juni 1894, Aujest (Újezd) – 4. Mai 1943
Cyril Melichar

Porträt von Cyril Melichar

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Der Sohn eines Landwirts geht nach dem Abitur als Einjährig-Frei­williger in die öster­reichische Armee und nimmt am Ersten Weltkrieg teil, 1917 kommt er in rus­sische Gefangen­schaft und meldet sich zur Tschecho­slowakischen Legion. 1920 kehrt er nach Prag zurück und wird Berufs­offizier in der Tschecho­slowakischen Armee. Bei der Auflösung der Streitkräfte im Zuge der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht am 15. März 1939 hat er den Dienstgrad eines Oberst­leutnants bei den Flieger­abwehrtruppen inne.
Anschließend wird Cyril Melichar adminis­trativer Direktor der Hauptstadt Prag. Im September 1939 wird er für die Mitarbeit in der sich formierenden militärischen Wider­stands­organisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) gewonnen. Diese besteht vorrangig aus früheren Offizieren und hat den Aufbau einer Geheim­armee und die Wieder­errichtung der Tschechoslo­wakischen Republik zum Ziel. Cyril Melichar vermittelt einen Verbindungs­offizier und wird 1940 Kommandant eines Bataillons – dreier Kompanien – in Prag.
Am 30. April 1940 wird der Vater zweier kleiner Kinder festge­nommen. Am 5. Dezember 1942 verurteilt der „Volks­gerichts­hof” Cyril Melichar wegen „Feindbegüns­tigung und Vor­bereitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Er wird am 4. Mai 1943 im Strafgefängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichts­hofs” gegen Cyril Melichar vom 19. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-318-3

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Cyril Melichar vom 5. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-318-3

Mitteilung über die Hinrichtung von Cyril Melichar vom 4. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-318-4

Sterbeurkunde von Cyril Melichar vom 5. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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