Anton Menich

28. Oktober 1908, Wien – 8. September 1943
Anton Menich

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Anton Menich

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien

Der Schlossergehilfe und Hilfsdreher Anton Menich ist besonders nach dem „Anschluss” Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 an der Herstellung kommunistischer Flugschriften beteiligt. Er wird am 10. November 1942 von der Gestapo Wien erkennungs­dienstlich erfasst.
Anton Menich wird — ebenso wie Anna und Franz Blauensteiner, Heinrich Lochner und Adolf Schmutzer — im August 1943 von Wien nach Berlin ins Untersu­chungsgefängnis Moabit überstellt, damit der Prozess gegen sie vor dem „Volksgerichtshof” geführt werden kann.
Dieser verurteilt sie wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat und Feindbegünstigung” am 25. August 1943 zum Tode, denn die „Verurteilten haben bis in das Jahr 1942 hinein den kommunistischen Hochverrat organi­satorisch und agitatorisch vorbereitet und dadurch dem Feinde geholfen.”
Anton Menich, Adolf Schmutzer, Franz Blauensteiner und Heinrich Lochner werden am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Anna Blauensteiner, die seit dem Todesurteil im Frauen­gefängnis Barnimstraße inhaftiert ist, wird vier Wochen später, am 5. Oktober 1943, hingerichtet.

Dokumente

Gefangenenkarteikarte von Anton Menich

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2940

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Anton Menich und weitere Personen vom 30. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/23696

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Anton Menich und weitere Personen vom 25. August 1943

Bundesarchiv R 3017/23696

Sterbeurkunde von Anton Menich vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteilen, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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