Edmund Menzel

20. April 1916, Berlin – 27. Oktober 1944
Der in Berlin geborene Edmund Menzel arbeitet nach dem Besuch der Volksschule als ungelernter Arbeiter, Kraftfahrer und Musiker. 1943 wird er wegen „Schleichhandel" und „Arbeitsvertragsbruchs” und „Fahrens ohne Führerschein” zu Geld- und kurzen Haftstrafen verurteilt.
Am 30. September 1944 verurteilt das Sondergericht I bei dem Landgericht Berlin Edmund Menzel wegen „Plünderns” auf der Grundlage der „Verordnung gegen Volks­schädlinge” zum Tode. Er soll bei Aufräumarbeiten nach einem Luftangriff am 29. April 1944 einen Koffer mit Herrenwäsche sowie verschiedene Gebrauchsgegenstände aus einem Keller entwendet haben.
Edmund Menzel wird am 27. Oktober 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Edmund Menzel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift gegen Edmund Menzel vom 5. September 1944

Bundesarchiv R 3001/143837

Urteil des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Edmund Menzel vom 30. September 1944

Bundesarchiv R 3001/143837

Ablehnung eines Gnadenerweises für Edmund Menzel vom 19. Oktober 1944

Bundesarchiv R 3001/143837

Mitteilung über die Hinrichtung von Edmund Menzel vom 28. Oktober 1944

Bundesarchiv R 3001/143837

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