Jacques Messina

11. September 1915, Algier – 25. August 1943
Jacques Messina

Passfoto von Jacques Messina, 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1515

Jacques Messina stammt aus Algier, der Haupt­stadt der damaligen franzö­sischen Kolonie Algerien und dient im franzö­sischen Heer als Sanitäter. Er besitzt ein Hotel-Restaurant in Algier, das er bei der Landung der britischen Alliierten zurück­lässt, um nach Paris zu gehen. Dort findet Messina eine Stelle als Rekru­tierungs­agent für „Zivil­arbeiter“ in Deutschland. Nach einem Kranken­haus­auf­enthalt kommt er 1942 selbst nach Deutschland und arbeitet in Berlin-Grünau im Hotel Riviera. Wegen Problemen mit seinen Papieren kann Messina seiner Tätigkeit nur für kurze Zeit nachgehen.
Am 15. Januar 1943 soll sich Messina an einem Raub­überfall auf einen fran­zösischen Zwangs­arbeiter beteiligt haben. Fünf Tage später wird er im Zug nach Paris festge­nommen. Das Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin klagt Messina zusammen mit neun weiteren Franzö­sinnen und Franzosen sowie einem Italiener am 1. Juli 1943 an. Trotz mangelnder Beweise und Über­setzungs­schwierig­keiten beim Prozess verurteilt das Gericht Messina und zwei weitere Franzosen zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird der verhei­ratete Jacques Messina, Vater eines zwei­jährigen Kindes, am 25. August 1943 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jacques Messina

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1515

Vorläufiger Fremdenpass für Jacques Messina

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1515

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Jacques Messina, 25. August 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1517

Sterbeurkunde von Jacques Messina vom 26. August 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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