Gerhard Meyer

12. Januar 1919, Berlin – 18. August 1942
Gerhard Meyer

Gerhard Meyer

Bundesarchiv 1250/68

Der Sohn eines Schneiders und einer Hausfrau beginnt 1935 eine Schlosser­lehre in der Greifswalder Straße in Berlin. Seit dieser Zeit ist er auch über die eigene Aktivität in der jüdischen Jugend­bewegung mit Herbert Baum bekannt.
Wie dieser wird Gerhard Meyer ab 1940 im Elektro­motoren-Werk der Siemens-Schukert AG zur Arbeit in der „Juden­abteilung” gezwungen. Er ist in dieser Zeit sehr aktiv bei der Gewinnung neuer Mitstrei­terin­nen und Mitstreiter für die Wider­stands­aktivitäten der Baum-Gruppe. Zu dem Kreis gehört ab 1941 auch seine Ehefrau Hanni.
Nach einem Brand­anschlag auf die national­sozialistische Propaganda­ausstellung „Das Sowjet­paradies” am 18. Mai 1942 wird die Gruppe enttarnt.
Gerhard Meyer wird am 22. Mai 1942 festgenommen, am 16. Juli 1942 vom Sonder­gericht V beim Landgericht Berlin zum Tode ver­urteilt und am 18. August 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gerhard Meyer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Schlussbericht der Stapoleitstelle Berlin über die Gruppe um Herbert Baum und den Brandanschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies”, 27. August 1942

Bundesarchiv R 3018/1642

Sterbeurkunde von Gerhard Meyer vom 18. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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