Herbert Michaelis
Bereits 1924 hat er sich der KPD angeschlossen und wird deswegen 1933 anonym bei der Gestapo denunziert. Herbert Michaelis verliert aufgrund seiner jüdischen Herkunft im selben Jahr seine Zulassung als Anwalt und wird zudem wegen eines konstruierten Betrugsdelikts zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt.
Im Lübecker Gefängnis lernt er den Eisendreher Bruno Rieboldt sowie den Schlosser Dagobert Biermann, kennen. Rieboldt und Biermann arbeiten nach ihrer Haftentlassung auf der Hamburger Werft Blohm & Voß. Sie berichten Michaelis über Rüstungsarbeiten, über Waffenlieferungen an die Franco-Putschisten sowie über die Stimmungslage auf den Hamburger Werften. Ziel der Widerstandsgruppe um Biermann ist es, das Ausland 1937 über die militärische Einmischung des national­sozialistischen Deutschlands in den Spanischen Bürgerkrieg zu informieren.
Michaelis versucht die Informationen über einen Mittelsmann an die KPD-Abschnittsleitung Süd in Basel weiterzuleiten. Die Arbeit der Gruppe wird jedoch von einem Spitzel der Gestapo aufgedeckt. Michaelis und seine kommunistischen Freunde werden im März 1937 festgenommen.
Am 2. März 1939 wird Herbert Michaelis vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt. Er wird am 14. Juni 1939 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Herbert Michaelis
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift von Herbert Michaelis und anderen, 10. Oktober 1938
Bundesarchiv R 3017/32089
Urteil gegen Herbert Michaelis und andere, 1. März 1939
Bundesarchiv R 3017/32089
Sterbeurkunde von Herbert Michaelis vom 14. Juni 1939
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




























































































































































































































































