Johann Michalek

13. Februar 1911, Wiener Neudorf – 9. September 1943
Johann Michalek

Erkennungsdienstliches Foto von Johann Michalek, 1942

Bundesarchiv R 3017/22862

Johann Michalek wird im Alter von fünf Jahren Halb­waise und arbeitet nach dem Besuch der Volksschule in verschiedenen Fabriken als Hilfsarbeiter zur Sicherung des Lebensunterhalts seiner kränklichen Mutter. Eine Zeit lang ist er in der Gewerk­schaft der Metallarbeiter orga­nisiert und 1932 ist er Mitglied des österreichischen Republikanischen Schutz­bunds. Im Oktober 1940 beginnt er als Nieter im Werk Inzersdorf II der Wiener Brückenbau- und Eisen­kon­struktion A.G. zu arbeiten.
Ab Herbst 1942 verhilft er insgesamt 16 französischen Kriegsgefangenen, die auch in dem Werk Inzersdorf II arbeiten, zur Flucht nach Ungarn, indem er sie mit dem Zug dorthin begleitet.
Nach seiner im Februar 1943 erfolgten Festnahme verurteilt der „Volksgerichtshof” Johann Michalek am 10. Juli 1943 wegen „Landesverrats” zum Tode. Johann Michalek wird 32-jährig am 9. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Michalek vom 28. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/22861

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Michalek vom 10. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/22861

Mitteilung über die Hinrichtung von Johann Michalek auf Anordnung des Reichsjustizministers, 9. September 1943

Bundesarchiv R 3017/22862

Sterbeurkunde für Johann Michalek vom 15. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

zurück