Stanisław Michalski

12. September 1918, Posen (Poznań) – 26. September 1942
Stanisław Michalski wächst als Sohn eines Tischlers in Posen auf. Er besucht dort die Volks­schule und ist im September 1939 bei der Zeitung „Kurier Poznański” zu­nächst als Lauf­junge, später als Stenograf tätig. Er ist Mitglied im polnischen Pfad­finder­bund und wird bei Kriegs­beginn als Sanitäter eingesetzt.
Stanisław Michalski schließt sich der polnischen Wider­stands­organi­sation Wojskowa Organi­zacja Ziem Zachodnich (WOZZ – Militär­organi­sation der West­gebie­te) an und kämpft gegen das NS-Besat­zungsre­gime. Er hört auslän­dische Radio­sendungen ab, stenografiert die Texte, überträgt diese in Normal­schrift und leitet sie an Irena Bobowska weiter. Die Texte werden in die illegale Zeit­schrift „Pobudka” (Weckruf) aufge­nommen und für Flug­blätter verwendet.
Stanisław Michalski wird im August 1941 festge­nommen, am 12. August 1942 vom Ober­landes­gericht Posen wegen „Vor­be­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt und am 26. September in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Stanisław Michalski

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des Oberlandesgerichts Posen gegen Stanisław Michalski vom 16. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/12176

Todesurteil des Oberlandesgerichts Posen gegen Stanisław Michalski vom 12. August 1942

Bundesarchiv R 3017/12176

Sterbeurkunde von Stanisław Michalski vom 26. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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