Georges Michaud

18. Oktober 1920, Paris – 12. November 1943
Der Franzose Georges Michaud absol­viert nach dem Besuch der Volks­schule eine drei­jährige Lehre zum Dreher. Mit zwanzig Jahren kommt Michaud im Oktober 1940 als französischer „Zivil­arbeiter“ nach Deutschland.
Bis zum 23. April 1942 arbeitet er beim Elektro­konzern AEG in Berlin-Ober­schöne­weide. Anschließend geht er für zwei Monate nach Frank­reich, bevor er im Juli 1942 nach Berlin zurück­kehrt. Michaud findet eine Anstellung bei der Ölfeuer GmbH in Berlin. Am 15. Januar 1943 wird er für einen Monat in ein „Arbeits­erziehungs­lager“ gebracht.
Im Oktober 1942 und Januar 1943 beteiligt sich Michaud an mehreren Einbruch­dieb­stählen. Das Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn am 22. Oktober 1943 auf der Grund­lage der „Volks­schädlings­verord­nung“ zum Tode.
Georges Michaud, Vater eines zehn Monate alten Kindes, wird am 12. November 1943 im Strafgefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Georges Michaud

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2973

Mitteilung des Generalstaatsanwalts bei dem Landgericht Berlin bezüglich der Verhinderung eines Selbstmordes oder einer Flucht aus der Untersuchungs­haft, 16. September 1943

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2973

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Georges Michaud, 12. November 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2200/1

Sterbeurkunde von Georges Michaud vom 13. November 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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