Anton Michel
Er wird Anfang 1934 vom tschechoslowakischen Nachrichtendienst angeworben und zieht militärische Erkundigungen im deutsch-tschechoslowakischen Grenzgebiet ein, unter anderem über die Stärke der Kompanien der Reichswehr und die Anzahl der SS- und SA-Angehörigen in der Stadt Schweidnitz. Außerdem versucht er andere Personen für nachrichtendienstliche Tätigkeiten anzuwerben. Seit Ende 1936 ist er für die tschechoslo­wakische Polizei als Agent tätig und sammelt Beobachtungen zum Aufbau und der Tätigkeit des „Frei­willigen Schutzkorps“ der Sudetendeutschen Partei (SdP).
Anton Michel wird am 18. Februar 1943 vom „Volksge­richtshof“ wegen „Verrats militärischer Geheimnisse“ zum Tode verurteilt und am 25. Mai 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Haftbefehl gegen Anton Michel vom 10. Oktober 1939
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-29-5
Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Anton Michel vom 23. Oktober 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-29-5
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Anton Michel vom 18. Februar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-29-5
Sterbeurkunde von Anton Michel vom 26. Mai 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung






























