Anton Michel

4. Juni 1893, Trautenau (Trutnov) – 25. Mai 1943
Anton Michel

Portrait von Anton Michel

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-29-5

Anton Michel wird am 4. Juni 1893 Trautenau geboren und nimmt ab 1914 als Soldat des österrei­chisch-unga­rischen Heeres am Ersten Welt­krieg teil. Nach Kriegs­ende geht er verschie­denen Tätig­keiten nach, zieht für kurze Zeit nach Deutsch­land und tritt danach in die französi­sche Fremden­legion ein, der er bis 1931 angehört.
Er wird Anfang 1934 vom tschecho­slowakischen Nach­richten­dienst angeworben und zieht militärische Erkun­digungen im deutsch-tschecho­slowakischen Grenzge­biet ein, unter anderem über die Stärke der Kompanien der Reichswehr und die Anzahl der SS- und SA-Ange­hörigen in der Stadt Schweidnitz. Außer­dem versucht er andere Personen für nach­richten­dienstliche Tätigkeiten anzu­werben. Seit Ende 1936 ist er für die tschechoslo­wakische Polizei als Agent tätig und sammelt Beobach­tungen zum Auf­bau und der Tätigkeit des „Frei­willigen Schutzkorps“ der Sudeten­deutschen Partei (SdP).
Anton Michel wird am 18. Februar 1943 vom „Volksge­richtshof“ wegen „Verrats militärischer Geheim­nisse“ zum Tode verurteilt und am 25. Mai 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Haftbefehl gegen Anton Michel vom 10. Oktober 1939

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-29-5

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Anton Michel vom 23. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-29-5

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Anton Michel vom 18. Februar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-29-5

Sterbeurkunde von Anton Michel vom 26. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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