Josef Michel

11. Februar 1894, Saargemünd (Sarreguemines) – 2. Oktober 1942
Josef Michel

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Michel, 1939

Bundesarchiv R 3018/14145

Josef Michel kommt 1894 im zum Reichs­land Elsass-Loth­ringen gehörenden Saar­gemünd zur Welt. Nach dem Besuch der deutschen Volks­schule absolviert er eine Lehre als Porzellan­dreher. Er nimmt auf deutscher Seite am Ersten Welt­krieg teil. Später ist er, unter­brochen von Phasen der Arbeits­losigkeit, als unge­lernter Arbeiter, Holz­fäller und Bau­arbeiter beschäftigt.
Nach Kriegs­ende wird Josef Michel franzö­sischer Staats­ange­höriger, beantragt jedoch 1928 die Einbür­gerung im Deutschen Reich und erhält 1930 die deutsche Staats­bürger­schaft.
Michel, der seit 1937 als Hilfs­maschi­nist in Saar­gemünd arbeitet, wird am 23. Mai 1939 vorläufig festge­nommen. Ihm wird vorge­worfen, seit 1937 Kontakt zum franzö­sischen Nach­richten­dienst zu haben und für diesen mehrere Reisen nach Deutschland unter­nommen und Befes­tigungs­anlagen sowie Truppen­bewe­gungen vor allem im Grenz­gebiet ausge­kund­schaftet zu haben.
Der 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs” verurteilt Josef Michel am am 16. Juli 1942 wegen „Landes­verrats” zum Tode. Er wird am 2. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Michel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Michel, 12. März 1942

Bundesarchiv R 3017/12895

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Michel, 16. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/12895

Sterbeurkunde von Josef Michel vom 3. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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