Herta Michling
In der Nacht zum 16. Juli 1944 wird bei einem alliierten Luftangriff das Haus ihrer Eltern in Potsdam-Babelsberg zerstört, ihr Stiefvater getötet und ihre Mutter schwer verletzt. Am 19./20. Juli 1944 kommt sie mit ihrem Halbbruder Helmut Zilm mit einem Fuhrwerk an den Ort, um Sachen aus dem Haushalt der Eltern zu bergen und ihrer Mutter Alma Zilm zur Überprüfung zu geben.
Mitte August 1944 werden Herta Michling und Helmut Zilm festgenommen. Während das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin am 24. Oktober 1944 ihren Halbbruder vom Vorwurf des „Plünderns” freispricht, wird Herta Michling auf Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode verurteilt. Einen Tag später wird sie vom Untersuchungsgefängnis Moabit in das Frauengefängnis in der Barnimstraße und am 9. November in das Strafgefängnis Plötzensee überführt.
Ein Gnadenerweis wird abgelehnt und die Mutter dreier kleiner Kinder am 10. November 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Frauengefängnisses Barnimstraße von Herta Michling
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3663/2
Urteilsformel des Sondergerichts V beim Landgericht Berlin gegen Herta Michling vom 24. Oktober 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3663/2
Gnadengesuch des Rechtsanwalts Erich Dreschke für Herta Michling vom 27. Oktober 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3663/3
Sterbeurkunde von Herta Michling vom 11. November 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bescheid des Generalstaatsanwalts bei dem Landgericht Berlin über die Hinrichtung von Herta Michling, 13. November 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3663/2







