Josef Michnia

22. April 1909, Blechhammer (Blachownia Śląska) – 24. Juli 1937
Josef Michnia wächst in einer Arbeiterfamilie in Ober­schlesien auf und arbeitet nach der Volks­schule auf dem Bau und in der Land­wirtschaft. Im Juni 1935 heiratet er Maria Hartmann, mit der er eine Tochter bekommt. Seine letzte Stellung muss er aufgeben mangels Wohnung; er ist zuletzt erwerbslos und auf Wohl­fahrts­unter­stützung angewiesen.
Im Oktober 1935 wird er zusammen mit seinem Bekannten Paul Matischek, der polnisch spricht, beim Pilze sammeln an der deutsch-polni­schen Grenze von einem Grenz­beamten für den polnischen Nach­richten­dienst ange­worben. In den folgenden Wochen sammeln beide gegen Bezahlung Infor­mationen unter anderem über Befes­tigungs­anlagen an der Oder.
Josef Michnia wird am 21. Dezember 1935 festge­nommen, am 17. Februar 1937 vom 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs” zusammen mit Paul Matischek wegen „eines Unter­nehmens des Landes­verrats” zum Tode verur­teilt und am 24. Juli 1937 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.
Seine Frau Maria Michnia erhält wegen „Beihilfe zum Unter­nehmen des Landes­verrats” eine andert­halbjährige Zucht­haus­strafe.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Michnia

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Michnia und Paul Matischek vom 17. Februar 1937

Bundesarchiv R 3018/984

Sterbeurkunde von Josef Michnia vom 24. Juli 1937

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Hinrichtung von Josef Michnia und Paul Matischek

Bundesarchiv R 3018/984

zurück