Josef Miech

18. März 1920, Místek – 7. Dezember 1943
Josef Miech erlernt nach der Volks­schule das Schlos­serhand­werk. 1940 kommt er als „Zivilar­beiter” zunächst nach Leipzig und dann nach Berlin. Nach einer krank­heits­bedingten Rück­kehr in seine Heimat nimmt er Ende Oktober 1943 in Berlin seine Arbeit in einer Firma für Fahrstuhl­bau wieder auf.
Am 23. November 1943 brennt das Gemein­schafts­lager in der Oranien­burger Straße, in dem er unter­gebracht ist, nach einem alliierten Luft­angriff voll­ständig aus. Ihm wird zur Last gelegt, aus einem Textil­waren­ge­schäft unweit des Alexander­platzes zusammen mit Rudolf Bednář ein Paket Strickwolle ent­wendet zu haben.
Das Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn am 5. Dezember 1943 zusammen mit Rudolf Bednář und Fran­tišek Kozák auf Grund­lage der „Volks­schäd­lings­verordnung” zum Tode.
Nach Anordnung eines beschleunig­ten Ver­fahrens am 6. Dezember 1943 werden die drei jungen Männer einen Tag später, am 7. Dezem­­ber 1943, in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Auszug aus der Gefangenenakte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Miech

Landesarchiv Berlin A Rep 369, Nr. 2980

Anordnung der „Blitzvollstreckung” des Todesurteils gegen Josef Miech und andere vom 6. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17254

Sterbeurkunde von Josef Miech vom 8. Dezember 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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