Josef Miech
Am 23. November 1943 brennt das Gemeinschaftslager in der Oranienburger Straße, in dem er untergebracht ist, nach einem alliierten Luftangriff vollständig aus. Ihm wird zur Last gelegt, aus einem Textilwarengeschäft unweit des Alexanderplatzes zusammen mit Rudolf Bednář ein Paket Strickwolle entwendet zu haben.
Das Sondergericht I bei dem Landgericht Berlin verurteilt ihn am 5. Dezember 1943 zusammen mit Rudolf Bednář und František Kozák auf Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode.
Nach Anordnung eines beschleunigten Verfahrens am 6. Dezember 1943 werden die drei jungen Männer einen Tag später, am 7. Dezember 1943, in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Auszug aus der Gefangenenakte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Miech
Landesarchiv Berlin A Rep 369, Nr. 2980
Anordnung der „Blitzvollstreckung” des Todesurteils gegen Josef Miech und andere vom 6. Dezember 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 17254
Sterbeurkunde von Josef Miech vom 8. Dezember 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





