Josef Mikesch

8. August 1914, Velm, Niederösterreich – 8. September 1943
Josef Mikesch

Erkennungsdienstliches Foto von Josef Mikesch, 1942

Bundesarchiv R 3017/16966

Josef Mikesch wird am 8. August 1914 in Velm im Kreis Mödling als Sohn eines Landarbeiters geboren und ist nach dem Besuch der Volksschule zunächst als Trak­torenführer tätig. Zwischen 1930 und 1934 gehört er dem Arbeiter-Turnverein und der Sozialistischen Jugend in Himberg an, bis beide Organisationen verboten werden. Seit 1941 ist er Maschinist bei einer Firma in Wien.
Im Herbst 1939 gründet Mikesch eine Zelle der verbo­tenen Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) in seinem Wohnort Himberg. Für die Unterstützung der Angehörigen eines verhafteten Kommunisten sammelt er zunächst Geldbeträge von angeworbenen Mitgliedern ein und tritt mit Funktionären anderer KPÖ-Zellen in Verbindung. Er nimmt an zwei Schulungstreffen teil und ist an der Verbreitung politischer Flugschriften beteiligt. Zwischen Juli und Oktober 1940 gibt er die Funktion des Ortsgruppenleiters der KPÖ-Zelle Himberg an Ernst Terkola ab.
Josef Mikesch und Ernst Terkola werden für ihre po­litische Betätigung am 25. August 1942 vorläufig fest­genommen und mit drei weiteren Personen am 12. Juli 1943 vom „Volksgerichtshof” angeklagt. Beide Männer werden vom 5. Senat des „Volksgerichtshofs” am 2. September 1943 wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt und am 8. September 1943 während der soge­nannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Mikesch und Ernst Terkola vom 12. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/37674

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Mikesch und Ernst Terkola vom 2. September 1943

Bundesarchiv R 3017/37674

Sterbeurkunde von Josef Mikesch vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die Vollstreckung von Todesurteilen vom 7. bis 10. September 1943, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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