Vladimír Miklenda

11. November 1904, Mährisch Pisek (Písek) – 7. August 1942
Der Sohn eines Eisen­bahn­beamten studiert an der Universität Prag Natur­wissen­schaften und promoviert 1931 mit einer Studie über Röntgenstrah­len. Ab 1925 dient er 18 Monate in der Tschecho­slowa­kischen Armee, 1929 wird er zum Leutnant befördert. Ab 1932 ist er als Meterologe im Minis­terium für öffent­liche Arbeiten in der Abteilung Flug­wesen tätig. 1939 heiratet er in zweiter Ehe, er ist Vater eines Kindes.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht führt ihn die Bekannt­schaft mit dem Han­delsvertreter Jaromír Vaníček in die neu gegründete Militär­organisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation), die den bewaffneten Aufstand plant. Ab Juli 1939 arbeitet er Štěpán Adler zu, der die Funk­kommuni­kation innerhalb der Organisation aufbaut, und wird einer seiner engsten Mitarbeiter.
Am 30. November 1939 wird Vladimír Miklenda von der Gestapo fest­genommen. Am 3. Dezember 1941 verurteilt der „Volks­gerichtshof” ihn zusammen mit Štepán Adler und Vladimír Kadeřávek wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat in Tateinheit mit Feind­begüns­tigung” zum Tode. Alle drei Männer werden am 7. August 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Vladimír Miklenda

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Štepán Adler und andere vom 15. Oktober 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-255-1

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Štepán Adler und andere vom 3. Dezember 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-255-1

Bekanntmachung der Hinrichtung von Vladimír Miklenda und anderen, plakatiert 1942 in Prag

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-255-17

Sterbeurkunde von Vladimír Miklenda vom 7. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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