Fritz Mikolajewski

16. August 1916, Schwerin/Warthe – 22. März 1939
Fritz Mikolajewski wird am 16. August 1916 in Schwerin geboren, geht nach dem Besuch der Volks- und Real­schule ein halbes Jahr zum Freiwilligen Arbeitsdienst und dient ab Oktober 1934 ein halbes Jahr in der Reichswehr. Seit April 1937 ist er als Angestellter beim Wehrbezirks­fürsorgeoffizier, seit Mai 1937 bei einer Sperrgruppe der Wehrmacht in Küstrin als Schreiber, Zeichner und Lager­verwalter beschäftigt. An seiner Dienststelle bei der Garnison in Küstrin hat er Umgang mit geheimhaltungs­pflichtigen Material und Informationen.
Mikolajewski gibt seit Frühjahr 1937 Einzelheiten über Befestigungs- und Wehranlagen im deutsch-polnischen Grenzgebiet an seinen Vater Johannes Mikolajewski wei­ter, der für den polnischen Geheimdienst arbeitet. Da­runter sind Zeichnungen und Kartenmaterial, aber auch die Querschnittskizze eines Zünders.
Fritz Mikolajewski und sein Vater werden im Juli 1937 festgenommen, am 30. November 1938 vom 4. Senat des „Volksgerichtshofs“ wegen „Landesverrats“ zum Tode verurteilt und beide am 22. März 1939 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Fritz Mikolajewski

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Fritz und Johannes Mikolajewski vom 30. Juni 1938

Bundesarchiv R 3017/37634

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Fritz und Johannes Mikolajewski vom 30. November 1938

Bundesarchiv R 3017/19337

Sterbeurkunde von Fritz Mikolajewski vom 22. März 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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