Johannes Mikolajewski

15. Mai 1890, Eichenried/Posen – 22. März 1939
Johannes Mikolajewski wird am 15. Mai 1890 in Eichen­ried in Posen geboren und lernt nach dem Besuch der Volks- und Mittelschule das Kaufmannsgewerbe. Er arbeitet als Kaufmann, heiratet 1914 Elisabeth Hoffmann, mit der er zwei Söhne bekommt, und nimmt als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. Seit Herbst 1934 betreibt er mit seinen Söhnen ein Kurz- und Wollwarengeschäft in Stern­berg, seit Februar 1936 ein Putz- und Wollwaren­geschäft in Küstrin.
Im März 1937 wird er von seinem Bruder für den pol­nischen Nachrichtendienst angeworben, erhält mehrmals Besuch von polnischen Kurieren und gibt geheimhal­tungspflichtige Informationen weiter, die ihm sein bei der Wehrmacht in Küstrin arbeitender Sohn Fritz Mikolajew­ski zur Verfügung stellt. Darunter sind Zeichnungen von Befestigungs- und Wehranlagen im deutsch-polnischen Grenzgebiet und die Querschnittskizze eines Zünders.
Johannes Mikolajewski und sein Sohn werden im Juli 1937 festgenommen, am 30. November 1938 vom 4. Se­nat des „Volksgerichtshofs“ wegen „Landesverrats“ zum Tode verurteilt und beide am 22. März 1939 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Johannes Mikolajewski

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Johannes und Fritz Mikolajewski vom 30. Juni 1938

Bundesarchiv R 3017/37634

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Johannes und Fritz Mikolajewski vom 30. November 1938

Bundesarchiv R 3017/19337

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