Horst Milchmeyer

21. Juli 1912, Posen (Poznań) – 12. März 1940
Horst Milchmeyer

Passfoto von Horst Milchmeyer, um 1939

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 7065

Horst Milchmeyer wird als unehe­liches Kind von einer anderen Frau aufge­zogen und absol­viert eine Tischler­lehre. 1930 wird er aus Posen ausge­wiesen, weil sein Vormund bei der Abstimmung für ihn deutsch optiert hatte, und geht auf Wander­schaft. 1932 muss er sich erstmals wegen eines Eigen­tums­delikts vor Gericht verantworten und verbüßt in den 1930er Jahren mehrere Haft­strafen, zuletzt bis November 1938; anschlie­ßend arbeitet er wieder in seinem Beruf in Berlin.
Ab Oktober 1939 bricht Horst Milch­meyer mehrere Kraft­fahr­zeuge auf und verkauft gestohlene Dinge auf dem Berliner Schwarz­markt, bis er am 2. Dezember 1939 festge­nommen wird.
Horst Milch­meyer wird am 5. Februar 1940 von dem Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin wegen „einfacher und schwerer Dieb­stähle im Rückfalle” auf Grund­lage der kurz nach Kriegs­beginn erlas­senen „Volks­schäd­lings­verord­nung” zum Tode verurteilt und am 12. März 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Horst Milchmeyer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilsformel des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Horst Milchmeyer vom 5. Februar 1940

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 7065

Gnadengesuch von Horst Milchmeyer vom 8. Februar 1940

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 7066

Sterbeurkunde von Horst Milchmeyer vom 13. März 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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