Karel Milostný
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” schließt er sich im Sommer 1939 einer zivilen Widerstandsgruppe an, die sich später „Nationaler Revolutionsausschuss” nennt. Diese soll die politische Vorarbeit für den geplanten Umsturz leisten und baut einen landesweiten umfangrei­chen Nachrichtendienst auf. Außerdem bestehen enge Kontakte zur Militärorganisation Obrana Ná­roda (ON – Verteidigung der Nation). Karel Milostný übernimmt im Kreisausschuss Königgrätz das Presse­referat und ist zuständig für die Sichtung, Sammlung und Weiterleitung eingegangener Berichte.
Nach seiner Festnahme am 27. Oktober 1941 wird Karel Milostný am 7. Mai 1943 vom „Volksgerichtshof” zusam­men mit Josef Bek, František Drábek, Jindřich Ondráček und Jaroslav Otava wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbegünstigung” sowie vier weiteren Angeklagten zum Tode verurteilt.
Karel Milostný und die vorgenannten vier Angeklagten werden am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Otava und andere vom 17. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-269-20
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Otava und andere vom 7. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-269-20
Sterbeurkunde von Karel Milostný vom 15. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019

























































