Jaroslav Milota

1. Februar 1894, Prag – 11. Januar 1943
Jaroslav Milota

Erkennungsdienstliches Foto von Jaroslav Milota, 1940

Bundesarchiv R 3017/12925

Jaroslav Milota besucht die Technische Hoch­schule in Prag bis 1914, dann wird er zum 28. Infan­terie-Regi­ment eingezo­gen und kommt Anfang 1915 an die Ost­front. Er gerät in russische Gefangen­schaft und tritt 1916 in die Tsche­cho­slowakische Legion ein. Nach seiner Rück­kehr nach Prag wird er 1920 als Leutnant in die Tschecho­slowa­kische Armee übernommen und hat zuletzt den Rang eines Obersten inne.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht tritt Jaroslav Milota der neuge­grün­deten Militär­organisation Obrana Naroda (ON – Verteidigung der Nation) bei, die vor allem aus vormaligen Offizieren besteht und deren Ziel ein bewaffneter Aufstand ist.
Er wird stellvertretender Gruppen­komman­deur der Bezirke Prag VII bis XI unter seinem früheren Vorge­setzten General Horáček und sorgt für den Aufbau der Bezirks­verbände sowie die Verbindung zwischen dem Grup­pen­führer zu den Regiments­komman­deuren. Zudem kann er zwei weitere Offiziere für die Mitarbeit gewinnen.
Der verheiratete Familien­vater wird am 14. Februar 1940 festgenommen, am 11. September 1942 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat, Feind­begünstigung und landesverrä­terischer Ausspä­hung” zum Tode verurteilt und am 11. Januar 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jaroslav Milota

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Brief von Jaroslav Milota an seine Ehefrau Hanna vom 3. August 1941 mit Übersetzung

Bundesarchiv R 3017/12925

Urteil des „Volks­gerichtshofs” gegen Jaroslav Milota vom 11. September 1942

Bundesarchiv R 3017/12925

Sterbeurkunde von Jaroslav Milota vom 12. Januar 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück