Marcel Minaud

6. März 1921, Bordeaux – 20. Oktober 1944
Marcel Minaud absolviert eine Lehre zum Schuhmacher. 1938 tritt er für zwei Jahre in die französische Fremden­legion ein.
Minaud kommt 1941 als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland, wo er zunächst in Hamburg arbeitet. Das Sondergericht Hamburg verurteilt ihn am 16. März 1942 wegen Unterschlagung und Diebstahls zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis. Zudem verhängt der Polizeipräsident in Hamburg ein Aufenthalts­verbot für das Reichsgebiet gegen ihn. Nach der Verbüßung seiner Haft und einer kurzen Zeit in Frankreich kehrt Minaud nach Deutschland zurück und lebt von Gelegenheits­arbeiten in Berlin.
Im Mai 1944 beteiligt sich Minaud an vier Einbruch­diebstählen in Lebensmittel- und Tabakgeschäfte. Das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin verurteilt ihn am 5. Oktober 1944 zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird der 23-jährige Marcel Minaud am 20. Oktober 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Marcel Minaud

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

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