Hans Mindermann
Im September desselben Jahres geht Mindermann in die Niederlande und arbeitet als Trimmer und Heizer auf verschiedenen Schiffen. Er wird am 4. Oktober 1934 erneut festgenommen und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht angeklagt. Obwohl er freigesprochen wird, wird er bis zum 15. Januar 1936 in „Schutzhaft” gehalten.
Nach seiner Entlassung arbeitet er zunächst bei der Werft Blohm & Voss und bei der Deutschen Werft. Hier sam­melt er kriegswichtige Informationen, vor allem über den Bau von U-Booten, die über Mittelsmänner an den fran­zösischen Nachrichtendienst gelangen.
Hans Mindermann wird am 24. April 1940 festgenommen und am 25. Februar 1942 zusammen mit Karl Maike vom „Volks­gerichtshof” wegen „Landesverrats und Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt. Sein Antrag auf eine Wiederaufnahme des Verfahrens wird am 10. April 1942 abgelehnt.
Er wird am 20. Juni 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Hans Heinrich Mindermann
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Hans Mindermann und Karl Maike, 25. Februar 1942
Bundesarchiv Bundesarchiv R 3017/12927
Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Hans Mindermann und Karl Maike, 9. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/12927
Bekanntmachung der Hinrichtung von Hans Mindermann und Karl Maike, 20. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/12927
Sterbeurkunde von Hans Mindermann vom 20. Juni 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















































