Hans Mindermann

10. Februar 1911, Bremen – 20. Juni 1942
Hans Mindermann fährt einige Jahre zur See, nachdem er als Schmied arbeitslos geworden ist. Er schließt sich der KPD und der Revo­lutionären Gewerk­schafts-Opposition (RGO) an und arbeitet aktiv im „Kampfbund gegen den Faschismus” mit. Am 25. März 1933 fest­genommen, kommt er in das Konzen­trations­lager Mißler bei Bremen, aus dem er Anfang August 1933 wieder entlassen wird.
Im September desselben Jahres geht Mindermann in die Nieder­lande und arbeitet als Trimmer und Heizer auf verschiedenen Schiffen. Er wird am 4. Oktober 1934 erneut festgenommen und wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” vor dem Hanseatischen Ober­landes­gericht angeklagt. Obwohl er frei­gesprochen wird, wird er bis zum 15. Januar 1936 in „Schutzhaft” gehalten.
Nach seiner Entlassung arbeitet er zunächst bei der Werft Blohm & Voss und bei der Deutschen Werft. Hier sam­melt er kriegswichtige Informationen, vor allem über den Bau von U-Booten, die über Mittels­männer an den fran­zösi­schen Nachrich­tendienst gelangen.
Hans Mindermann wird am 24. April 1940 festgenommen und am 25. Februar 1942 zusammen mit Karl Maike vom „Volks­gerichtshof” wegen „Landes­verrats und Feindbe­güns­tigung” zum Tode verurteilt. Sein Antrag auf eine Wiederauf­nahme des Verfahrens wird am 10. April 1942 abgelehnt.
Er wird am 20. Juni 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hans Heinrich Mindermann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Hans Mindermann und Karl Maike, 25. Februar 1942

Bundesarchiv Bundesarchiv R 3017/12927

Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Hans Mindermann und Karl Maike, 9. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/12927

Bekanntmachung der Hinrichtung von Hans Mindermann und Karl Maike, 20. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/12927

Sterbeurkunde von Hans Mindermann vom 20. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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