Karl Minster
Nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges engagiert er sich in der Opposition gegen die Politik des Parteivorstandes und der Mehrheit der SPD-Reichstagsfraktion. Er schließt sich der Spartakusgruppe an. Im Mai 1917 flieht Minster in die Niederlande, um von hier gegen den Krieg zu agitieren. 1918 nimmt er am Gründungsparteitag der KPD in Berlin teil und wirkt zunächst als Orga­ni­sations­leiter in Frankfurt am Main. Er trennt sich im Oktober 1919 jedoch von der KPD und geht zunächst zur Kommu­nistischen Arbeiterpartei Deutschlands, 1921 wechselt er zur USPD.
Von 1928 bis 1933 lebt er in Essen als freier Schriftsteller. Ab 1931 gehört Minster der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) an. Er emigriert 1933 ins Saargebiet und flieht nach dem Saar-Referendum in das lothringische Metz, später nach Paris. Dort wirkt er in zahlreichen antifaschistischen Organisationen. Sein Versuch, 1941 in die USA zu gelangen, missglückt.
Er wird am 10. Dezember 1941 von der Gestapo festgenommen und am 27. Juli 1942 durch den 2. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt.
Der schwerkranke Karl Minster, der noch ein Gnadengesuch einreicht, verstirbt am 10. Februar 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee.
Dokumente
Gefangenenkarte von Karl Minster
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei 3005
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Minster vom 23. Mai 1942
Bundesarchiv R 3017/4887
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Minster vom 27. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/4887
Stellungnahme der Stapoleitstelle Saarbrücken zum Gnadengesuch von Karl Minster, 1. August 1942
Bundesarchiv R 3018/10751
Mitteilung über den Tod von Karl Minster, 12. Februar 1943
Bundesarchiv R 3017/4887



















































