Hermann Mitschinski

13. Juni 1889, Sarosle/Graudenz (Grudziadz) – 15. Dezember 1939
Der Kauf­mann Hermann Mitschinski lebt mit seiner Frau Ella und seinen beiden Kindern im west­preu­ßischen Stuhm (Sztum). Er gehört der Glaubens­gemein­schaft der Zeugen Jehovas an.
Mit Beginn des Zweiten Welt­krieges wird er zum Militär­dienst einge­zogen und verweigert aus religiösen Gründen den Dienst an der Waffe und den Eid auf Hitler.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegs­sonder­straf­rechts­­verordnung” in Kraft getreten, nach der die Verwei­gerung des Militär­­dienstes als „Zerset­zung der Wehr­kraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Hermann Mitschinski wird festge­nommen und am 14. Oktober 1939 erhebt der Ober­reichs­kriegs­anwalt Anklage gegen ihn. Er wird am 24. November vom Reichs­kriegs­gericht in Berlin zum Tode verurteilt und am 15. Dezember 1939 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hermann Mitschinski

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung über die Vollstreckung des Todesurteils gegen Hermann Mitschinski an seine Ehefrau (Abschrift)

Jehovas Zeugen, Archiv Zentraleuropa

Sterbeurkunde von Hermann Mitschinski vom 15. Dezember 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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