Franz Mittendorfer
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegs­sonder­strafrechts­verordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militär­dienstes als „Zersetzung der Wehr­kraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Der Oberreichskriegsanwalt klagt Franz Mittendorfer sowie vier weitere österreichische Zeugen Jehovas, die den Kriegsdienst verweigert haben, am 5. Oktober 1939 an. Er wird am 24. November vom Reichskriegsgericht in Berlin zum Tode verurteilt und am 6. Januar 1940 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Franz Mittendorfer
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Franz Mittendorfer vom 6. Januar 1940
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



