Johann Mohr
Bis zu seiner Festnahme arbeitet Johann Mohr in verschiedenen Berliner Betrieben und unterrichtet Abendkurse an einer Berliner Privatschule, wo er die Litauerin Gertrude Račaitė kennenlernt. Račaitė, die 1940 für den sowjetischen Nachrichtendienst angeworben worden ist, wirbt auch Mohr für eine Mitarbeit an. In einem Lebenslauf für den sowjetischen Geheimdienst benennt er Mitarbeiter und interne Verbindungen innerhalb des deutschen militärischen Nachrichten­dienstes.
Johann Mohr und Gertrude Račaitė werden am 22. Juni 1941 festgenommen. Der 5. Senat des „Volksgerichts­hofs” verurteilt Johann Mohr am 2. Juni 1942 wegen „Landesverrats und Feindbe­günstigung” zum Tode. Auch Gertrude Račaitė erhält ein Todesurteil.
Beide werden am 18. September 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Johann Mohr
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Mohr und Gertrude Račaitė, 2. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/12965
Sterbeurkunde von Johann Mohr vom 18. September 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung














































